Lorenz Langenegger

Dorffrieden

Roman
Cover: Dorffrieden
Jung und Jung Verlag, Salzburg 2016
ISBN 9783990270905
Gebunden, 192 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Ist die Woche vorbei, kann sich Wattenhofer sagen: "Jetzt ist schon wieder nichts passiert", und das ist gut so. Zwei mal zwei Kilometer misst der Flecken Idylle in der Provinz, wo er die Obrigkeit verkörpert und als Polizeiwachtmeister darüber wacht, dass nichts passiert. Doch eines Tages, just vorm Wochenende, erhält er einen Hinweis, und er geht ihm nach. Gründlich. Und entdeckt einen Schlüssel zu einem Garderobenschrank im örtlichen Schwimmbad. Dieser Schlüssel führt ihn zu einer Sporttasche, und in dieser Sporttasche findet er ein Foto, zerrissen, und auf dem Foto erkennt er seinen Sohn. Auf einmal ist nichts mehr, wie es war, nicht in seinem Hoheitsgebiet und nicht in seinem Leben. Wie aus heiterem Himmel ist da ein Fall, der größer und größer wird, und plötzlich geht es um alles.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.01.2017

Rezensent Christoph Schröder schätzt den leisen Ton, die feinsinnige Ironie und den präzisen Blick für kleine Risse in oberflächlich friedlichen Beziehungen in Lorenz Langeneggers Krimis um den Kommissar Max Wattenhofer. Allerdings muss der Kritiker gestehen, dass das Konzept in dem nun mehr dritten Fall nicht mehr ganz aufgehen mag: Der "Nicht-Kriminalfall" um eine weggeworfene Zigarettenschachtel, die einen Schlüssel enthält, setzt zwar eine ganze Reihe von "Mini-Katastrophen" in Gang, berichtet der Rezensent, der Langeneggers Sinn für Entschleunigung und Genügsamkeit zwar ganz charmant findet. Bei so viel Harmlosigkeit ist sich Schröder aber nicht ganz sicher, ob der Leser hier nicht einfach "verschaukelt" wird.
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