Saskia Hennig von Lange

Hier beginnt der Wald

Roman
Cover: Hier beginnt der Wald
Jung und Jung Verlag, Salzburg 2018
ISBN 9783990272169
Gebunden, 152 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Der Namenlose dieser Erzählung ist unterwegs, er erledigt einen Job: Er soll einen Lastwagen voll Umzugsgut in eine andere Stadt bringen. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich bald zu einer abenteuerlichen Flucht: vor sich selbst und seinen Kindheitserinnerungen, aber vor allem vor seiner Frau und ihrem gemeinsamen, ungeborenen Kind. Nach einem Unfall verkriecht er sich im Wald. Hier kommt es zu einer Begegnung, die ihn herausfordert und mit sich selbst konfrontiert.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.05.2018

Rezensent Christoph Schröder fühlt sich unbehaglich nach der Lektüre von Saskia Hennig von Langes Roman. Fasziniert scheint er aber auch von dem Text, dessen Figur buchstäblich vom Weg abkommt und nach einer alternativen Daseinsform sucht. In der strengen Verdichtung und Komposition des Textes, in seiner Klarheit und Reduktion zeigt sich die Autorin für Schröder erneut als genaue Vermesserin von Innenräumen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.05.2018

Rezensent Nico Bleutge lobt Saskia Hennig von Langes Vermögen, Atmosphäre zu verdichten. In ihrem inzwischen dritten Roman hat sie dieses Talent sogar noch weiter kultiviert, fährt der Kritiker fort. Erzählt wird die Geschichte eines Transportunternehmers, der in seinem Lastwagen an seiner Beziehung zu seiner schwangeren Freundin zweifelt, sich in Gedankenschleifen, Assoziationen und Erinnerungen verliert und von Tatendrang und Sehnsucht nach Selbstfindung ergriffen wird. Wie die Autorin sich an ihren Figuren "festsaugt", um sich diesen zu nähern, hat Bleutge gleichermaßen gefesselt und beeindruckt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2018

Rezensent Thomas Thiel macht sich Gedanken über Saskia Hennig von Langes Faible für die Wahrnehmung einsamer Männer. Die Erzählung um einen LKW-Fahrer, dem Frau und Kind abhanden gekommen sind, handelt laut Thiel eigentlich von der Aufhebung von Subjekt und Objektwelt, Vorstellung und Realem im Kopf des Protagonisten. Der Entwurf einer idiosynkratischen Welt, der Held als Projektionsfläche existenzieller Fragen - für Thiel ist das kunstfertig gemacht, sprachlich knapp und konzentriert.