Liao Yiwu

Drei wertlose Visa und ein toter Reisepass

Meine lange Flucht aus China
Cover: Drei wertlose Visa und ein toter Reisepass
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2018
ISBN 9783103972887
Gebunden, 528 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Chinesischen von Brigitte Höhenrieder und Hans Peter Hoffmann. Es gibt Tage, die einem das ganze Leben über immer wieder in Erinnerung kommen. Bei Liao Yiwu gehört der 2. Juli 2011 zu diesen Tagen: als es ihm gelang, den Grenzfluss zwischen China und Vietnam zu überqueren. Nach vielen vergeblichen Versuchen der Flucht war das der entscheidende Schritt, der ihn letztendlich in sein Exil nach Deutschland führte. Die Geschichte seiner langen Flucht bildet den Rahmen seines neuen sprachgewaltigen Buches, in den er Erzählungen aus seiner Vergangenheit in China einbettet und geschickt miteinander verwebt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.05.2018

Spannend und bewegend findet Martin Oehlen Liao Yiwus Schilderung seiner Flucht aus China. Dass der Autor keiner ist, der Unterdrückung akzeptiert, ist Oehlen klar, die daraus folgende Tortur aus Bedrohung und Verhinderung beschreibt der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels laut Rezensent detailliert und intensiv und unter Erwähnung einiger Menschen, die ihm bei seiner Flucht behilflich waren. Dass der Autor sehr persönlich und nur gelegentlich sarkastisch schreibt, aber nie wütend, rechnet Oehlen ihm an.