Leopold von Ranke

Gesamtausgabe des Briefwechsels von Leopold von Ranke

Band 1: 1813-1825
Oldenbourg Verlag, München 2007
ISBN 9783486580976
Gebunden, 656 Seiten, 79,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben und eingeleitet von Ulrich Muhlack und Oliver Ramonat. Mit 10 schwarz-weiß Abbildungen. Leopold (von) Ranke (1795-1886), einer der Begründer der modernen Geschichtswissenschaft, hat mit seinem Briefwechsel ein einzigartiges Dokument hinterlassen, das einen durch spätere Selbst- und Fremdstilisierung unverfälschten Einblick in die Entwicklung dieses Gelehrten wie in sein intellektuelles und soziales Umfeld ermöglicht. Die auf 6 Bände veranschlagte Ausgabe soll alle noch vorhandenen Briefe von und an Ranke, gedruckte wie besonders auch ungedruckte, enthalten. Geboten wird jeweils der philologisch korrekte Text mit gründlichem wissenschaftlichem Kommentar.
Der erste Band führt von der Leipziger Studienzeit Rankes über die Ausarbeitung des historiographischen Erstlingswerks (erschienen 1824) bis zum Antritt der außerordentlichen Geschichtsprofessur in Berlin. Die teilweise unbekannten und durch Erläuterungen erschlossenen Texte beleuchten nicht nur den Weg des jungen Ranke zur Historie, sondern damit auch beispielhaft die Umstände, unter denen sich die Geschichte als Wissenschaft herausgebildet hat.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.04.2007

Es ist gar nicht so, stellt der Rezensent Gangolf Hübinger fest, dass man in diesem ersten Band der gesammelten Briefe des Historikers Leopold von Ranke wirkliche Neuentdeckungen machen kann. Das Bild des Forschers müsse nicht revidiert  werden - so bestätige sich vieles, etwa die These, dass bei Ranke und anderen der Gott des Glaubens durch den Gott der Geschichte ersetzt worden war.  Die wirklich spannenden Briefe waren, das zeigt sich dem Rezensenten bei der Lektüre, zuvor schon ediert. Der große Gewinn der Ausgabe - der sie auch zum lesenwerten Epochenporträt wie zur Darstellung des "sozialen Familienverbunds" macht - sei vielmehr die Hinzufügung vieler Briefe, die Ranke nicht schrieb, sondern erhielt. So beeindruckt Hübinger von der Ausgabe als solcher ist - den philologischen Anmerkungen wie den sprachliche Eigentümlichkeiten der Zeit nach Ansicht des Rezensenten eher überflüssigerweise erläuternden Kommentaren steht er zu nicht geringen Teilen kritisch gegenüber.
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