Kristin Helberg

Verzerrte Sichtweisen - Syrer bei uns

Von Ängsten, Missverständnissen und einem veränderten Land
Cover: Verzerrte Sichtweisen - Syrer bei uns
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2016
ISBN 9783451311574
Gebunden, 272 Seiten, 24,99 EUR

Klappentext

Wegschauen funktioniert nicht mehr, zumindest nicht in Syrien. Das Land hat sich zum Schlachtfeld regionaler und internationaler Interessen entwickelt. Die Menschen vor Ort werden im Stich gelassen - politisch, militärisch und humanitär. Und es ist kein Ende in Sicht. Das rächt sich: Hunderttausende suchen Schutz in Europa - Sunniten, Alawiten, Christen, Kurden. Vor allem kommen sie nach Deutschland. Kristin Helberg hat sieben Jahre in Syrien gelebt und ist über ihre syrische Familie und viele Freunde eng mit dem Land verbunden. Sie weiß, wie es jenen geht, die bis heute in Syrien ausharren, und jenen, die versuchen, in Deutschland Fuß zu fassen. Sie kennt die syrische Geschichte, Politik und Mentalität wie kaum jemand sonst. Warum haben so viele Angst vor den Syrern? Was erwarten wir von ihnen - und was erhoffen sie sich von uns? Was muss jetzt getan werden, damit die syrische Katastrophe nicht zu einer deutschen wird?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.09.2016

Paul Munzinger lobt die einfachen, pragmatischen Ratschläge für eine gelungene Integration, die die langjährige Syrien-Korrespondentin Kristin Helberg in ihrem Buch gibt: Einfach mal plaudern oder grillen, dann klappt das schon mit dem syrischen Nachbarn. Dass die Autorin sich an die Deutschen richtet, nicht an die Migranten, findet er sinnvoll. Zusätzlich vermittelt ihm die mit einem Syrer verheiratete Autorin, wie die Flüchtlinge "ticken". Anekdotenreich berichtet sie aus dem syrischen Alltag und schneidet den deutschen dagegen, erklärt Munzinger und versteht das als deutsch-syrische Landeskunde mit kühlen Thesen, streitlustigen Beiträgen zur Debatte und viel Sympathie und Trauer für ein zerstörtes Land und seine Menschen.
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