Garance Le Caisne

Codename Caesar

Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie
Cover: Codename Caesar
C. H. Beck Verlag, München 2016
ISBN 9783406692116
Gebunden, 249 Seiten, 17,95 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Stefan Lorenzer. Noch nie ist das brutale Wesen des Assad-Regimes so deutlich offenbart worden wie in diesem Buch. "Caesar" - so sein Deckname - war Fotograf bei der syrischen Militärpolizei. Zwei Jahre lang musste er nach Beginn der Aufstände gegen Assad die Opfer des Regimes fotografieren: Leichen von Oppositionellen, die grausam zu Tode gefoltert worden waren. Rund 50.000 dieser Fotos hat er außer Landes geschmuggelt, als er 2013 aus Syrien floh. Garance Le Caisne ist es als einziger Journalistin gelungen, ihn ausfindig zu machen und mit ihm zu sprechen. Aus Caesars Berichten und den Geschichten von ehemaligen Häftlingen, die sie ebenfalls aufspüren konnte, ist hier ein Dokument unsäglichen Grauens entstanden. Es berichtet von Assads System der Folter, von der Routine des Mordens, dem Zynismus der Schergen, von physischen und psychischen Qualen unvorstellbarer Art. Während man im Westen schon wieder bereit ist, in Assad das kleinere Übel zu sehen, enthüllt dieses Buch das massenhafte Morden, das bis heute weitergeht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.06.2016

Thomas Avenarius ist fassungslos angesichts des von Assads Regime verursachten Grauens, das der Fotograf mit dem Decknamen Caesar dokumentiert. Garance Le Ciasne konnte den abgetauchten Caesar interviewen und ihre Gespräche veröffentlichen. Das Buch gibt laut Avenarius Einblicke in den syrischen Folterstaat, die kaum zu verkraften sind, zeigt Caesars Arbeit als Dokumentarist der Militärpolizei und erzählt, wie er die Aufnahmen außer Landes schmuggelte, um der Weltöffentlichkeit die Augen zu öffnen. Das Buch wirft einen Blick auf eine Tragödie, dessen Kronzeuge höchste Anerkennung verdient, meint der Rezensent.
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