Kristian Köchy (Hg.), Dirk Stederoth (Hg.)

Willensfreiheit als interdisziplinäres Problem

Karl Alber Verlag, München 2006
ISBN 9783495481646
Kartoniert, 386 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Kristian Köchy und Dirk Stederoth. Das vorliegende Buch soll - jenseits eines abstrakten Streites der Fakultäten um die Deutungshoheit - die unterschiedlichen Wissenschaftskulturen zum Thema "Willensfreiheit" ins Gespräch miteinander bringen. Es ist gelungen, zu diesem Zweck maßgebliche Vertreter der involvierten Fachzweige zu versammeln. Neben der Darlegung der einschlägigen fachwissenschaftlichen Befunde aus Biochemie, Neurobiologie, Kognitionspsychologie und Sportwissenschaft geht es darum, diese in einen wissenschaftshistorischen und methodologischen Kontext zu stellen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2006

Aufschlussreich findet Helmut Mayer diesen von Kristian Köchy und Dirk Stederoth herausgegebenen Band, der unterschiedliche Perspektiven in den Blick nimmt, aus denen Wille und Willenshandlungen betrachtet werden können. Die disziplinären Hintergründe und Ansätze von Neurowissenschaftlern, Psychologen und Philosophen werden für Mayer in der Debatte um die Willensfreiheit besonders deutlich. Neben den psychologischen Forschungen von Ekkehard Stephan, Matthias Willmann und Armin Kibele, die sich mit nichtbewussten Einflüssen auf unsere Urteile beziehungsweise Bewegungshandlungen im Sport befassen, lobt er den "vorzüglichen Überblick" über die Positionen der psychologischen Debatte von Henrik Walter und Thomas Goschke. Zudem hebt er die Beiträge der Philosophen Ansgar Beckermann, Bettina Walde und Michael Pauen sowie des Neurowissenschaftlers Uwe van der Heiden hervor, die auf die Vereinbarkeit tragfähiger Begriffe von Willensfreiheit mit möglichen Formen von Determiniertheit zielen.
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