Konrad Paul Liessmann

Alle Lust will Ewigkeit

Mitternächtliche Versuchungen
Cover: Alle Lust will Ewigkeit
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2021
ISBN 9783552072077
Gebunden, 320 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Die zentralen Fragen des menschlichen Lebens innerhalb der zwölf mitternächtlichen Glockenschläge: Nietzsches "O Mensch! Gib Acht!" nähert sich in nachtschwarzen Gedanken den Abgründen des Menschseins, den unbewussten Tiefen unserer Gefühle und Affekte und dem bis zur Unerträglichkeit gesteigerten Spannungsfeld von Schmerz und Lust, von Leben und Tod. Welch zentrale Dimension für unser politisches und kulturelles Selbstverständnis dieser geheimnisvolle Text darstellt, zeigt Konrad Paul Liessmann, indem er Nietzsches Denkbewegungen und Sprachfiguren auf überraschende, auf provozierende Weise in unsere Gegenwart und in unser Leben weiterführt - von der Mitternacht bis zur Ewigkeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.07.2021

Rezensent Thomas Steinfeld ahnt, dass Konrad Paul Liessmanns Stärke eher in der Polemik liegt. Wenn sich der Wiener Philosoph Nietzsches "Tanzlied" aus dem Zarathustra Vers für Vers vornimmt und davon ausgehend Überlegungen zur künstlichen Intelligenz, zum Wandel der Kirche oder zum Geo-Engineering" anstellt, kommt Steinfeld ins Zweifeln. So viele scharfsinnige Bücher, und nun das? Beliebig, und in ihren Assoziationen unscharf findet er Liessmanns Gedanken. Schlimmer noch: Bei genauerem Hinschauen erweisen sie sich immer wieder als falsch, kritisiert Steinfeld.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2021

Rezensent Andreas Urs Sommer staunt nicht schlecht über die Fülle an Gedanken und Exkursen, die der Publizist und Philosoph Konrad Paul Liessmann Nietzsches "Mitternachtslied" abringt. Das Gedicht selbst mag nicht gerade brillant sein, räumt der Kritiker ein. Aber wenn Liessmann jeder Zeile ein Kapitel widmet, in dem er zu Polemiken etwa gegen Achtsamkeit, Selbstoptimierung oder "Sterbeindustrie" ansetzt, die Zeilen hin- und herwendet und Mehrdeutigkeiten zulässt, erkennt der Kritiker: Liessmanns Text ist selbst ein "Formexperiment".

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