Unter anderem mit Artikeln über Bob Dylan, das Art Ensemble of Chicago, Gottfried Benns Briefe an Ursula Ziebarth, Jonathan Demmes "Das Schweigen der Lämmer", Andy Warhols und Jean-Luc Godards Video-Explorationen, Carl Barks, Blalla W. Hallmann, Amerika, Europa, die Intellektuellen und die Macht (Gespräch Klaus Theweleit mit Noam Chomsky, 30. April 2004), Hadassa Ben-Ittos Buch "Die Protokolle der Weisen von Zion", Anatomie einer Fälschung, Abu Ghraib.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.03.2006
"Spannend wie eine kriminalistische Recherche" findet Dorothea Dieckmann diesen Band mit verstreuten Texten Klaus Theweleits. Das hat für sie vor allem damit zu tun, dass man Theweleit hier bei der Urteilsbildung zuschauen kann. Sie bescheinigt dem Autor "unkonventionelles Denken", die Fähigkeit der "kühnen Kombinatorik" und den "Mut zu tabufreien Schlussfolgerungen" - gleich ob es um Bob Dylan, das halluzinative Bilderuniversum des Popkünstlers Blalla W. Hallmann, eine radikale Abrechnung mit Abu Ghraib oder den Hitlerfilm "Der Untergang" geht. Theweleits Vorgehen erinnert die Rezensentin an Freuds "empirische Hermeneutik" und so hält sie lobend fest: "Hier findet noch Kritik im Wortsinn statt, ohne eigene und fremde Spuren auf dem Erkenntnisweg zu verwischen." Beeindruckt zeigt sich Dieckmann nicht zuletzt von der Sprache des Autors, die die Grenzen zwischen Wissenschaft und Literatur, Polemik und Essay, Theorie- und Umgangssprache "virtuos" ignoriere.
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