"Es gibt keine reichen Engel!" - so fasste der russische Wirtschaftsreformer Jegor Gaidar zusammen, wie sich die "Schocktherapie" der Privatisierung des Staatseigentums - buchstäblich über Nacht - und die Einführung der Marktwirtschaft auf die Mentalität seiner Landsleute in den 1990er Jahren auswirkte: Alle versuchten, ihren Anteil abzubekommen, die zukünftigen Oligarchen rafften die Basis für Ihren Aufstieg zusammen. Währendessen stürzte eine Rubelkrise Millionen Russen in die Armut. Klaus Heller beschreibt die Entwicklung eines neuen Kapitalismus und einer neuen Unternehmerklasse in Russland während der Präsidentschaft Boris Jelzins (1991 - 1999).
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2016
Renate Nimtz-Köster findet Klaus Hellers Studie trotz ihres Umfangs und Detailreichtums lesbar und überzeugend. Wie sich während der Jelzin-Jahre in Russland der Kapitalismus entwickelte, kann ihr der Osteuropaexperte und Wirtschaftsforscher Heller in Analysen des Reformjahrzehnts ab 1991 und seiner Vorgeschichte bis zurück ins Zarenreich darlegen. Auch über das Verhältnis von politischer Macht und Privatwirtschaft und die Bevormundung bedeutender Wirtschaftszweige durch die Administration weiß der Autor laut Rezensentin für den Leser gewinnbringend zu berichten.
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