Elena Tregubova

Die Mutanten des Kreml

Mein Leben in Putins Reich
Cover: Die Mutanten des Kreml
Tropen Verlag, Berlin 2006
ISBN 9783932170911
Gebunden, 384 Seiten, 19,80 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen von Olga Radetzkaja und Franziska Zwerg. Als die 25-jährige Journalistin Elena Tregubova 1998 von Vladimir Putin zu einem romantischen Sushi-Essen eingeladen wurde, war dieser noch Chef der KGB-Nachfolgeorganisation FSB, und Jelzin führte väterlich das Regiment über den Kreml. Hier beginnt die wahre Geschichte der Mutanten des Kreml, in der die Autorin die Psychologie der Macht und Machtergreifung Putins analysiert. Sie deckt den Zusammenhang zwischen Kreml und Oligarchentum im heutigen Russland auf. Sie beschreibt ihr Leben als Journalistin und ihren Kampf für eine freie, unabhängige Presse. Im zweiten Teil des Buches berichtet die Autorin von den dramatischen Ereignissen nach dem Erscheinen ihres Buches in Russland, von großem Erfolg und schließlich von der systematischen Demontage ihrer Person in der Öffentlichkeit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.06.2007

Rezensent Ulrich M. Schmid kann dieses Buch der russischen Journalistin Elena Tregubova über die Gängelung der Medien in Putins Reich alles in allem empfehlen. Allerdings musste er immer wieder die Zähne zusammenbeißen, wenn er zu gewissen "melodramatischen" oder "pompösen" Passagen vorstieß ("Unter allen russischen Journalisten gebührt mir der Ruhm...", zitiert er Tregubova). Auch die kritiklose Verherrlichung von Boris Jelzin nimmt Schmid der Autorin übel. Aber: Was das Buch in seinen Augen durchaus lesenswert macht, ist die detaillierte Schilderung jener subtilen Praktiken, mit denen der Kreml unliebsame Journalisten gängelt - entweder durch Entziehung der Akkreditierung oder durch vermeintliche Enttarnungen als CIA-Agenten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.10.2006

Sonja Zekri hat dieses Porträt des mächtigsten Mannes im Kreml von Elena Tregubova nicht ohne Kritik gelesen, hat aber auch viel Erhellendes darin gefunden. Nein, bescheiden sei die Autorin wahrlich nicht, wenn sie sich als mutige Enthüllungsjournalistin mit weiblichen Reizen inszeniert. Das Bild, das die russische Journalistin von Vladimir Putin zeichnet, erscheint der Rezensentin mitunter zu "dämonisch" und naiv, um gänzlich zu überzeugen. Doch abgesehen davon dröselt die Autorin die tiefe, von Putin aktiv beförderte Verflechtung von Politik und Wirtschaft auf und bietet so neue Einblicke in die russische Politik, lobt die Rezensentin.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2006

Eberhard Rathgeb erzählt, wie die Autorin des Buches, die Journalistin Elena Tregubova, einst die Macht im Kreml aus der Nähe erst kennen, dann fürchten lernte und ihr investigatives Buch "Geschichten eines Kreml-Diggers" sie berühmt machte. "Vital" und "offenherzig" findet er die nun auf deutsch vorliegende überarbeitete und ergänzte Ausgabe, aber auch effektheischend. Dass das Buch keine akademische Machtanalyse ist, sieht Rathgeb der Autorin vielleicht deshalb nach, weil er ihren Mut so sehr bewundert und er die im Buch enthaltenen Appelle, wie den an Angela Merkel, für sinnvoller und wirksamer hält.
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