Gerald A. Cohen

Sozialismus - Warum nicht?

Cover: Sozialismus - Warum nicht?
Albrecht Knaus Verlag, München 2010
ISBN 9783813503814
Gebunden, 95 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen und mit einer Würdigung von Rainer Hank. Kapitalisten aller Länder: geht zelten! In einem einfachen Gedankenexperiment zeigt der große politische Denker G. A. Cohen, dass die Gelegenheit noch nie so günstig war, Gleichheit und menschliche Gemeinschaft zu verwirklichen. Ein kleines Buch mit ungeheuer explosivem Inhalt. Planen wir einen Camping-Urlaub mit Freunden. Alle wollen ein paar Tage Spaß haben, jeder soll machen, was ihm gefällt. Die Pflichten werden geteilt, jeder steuert seinen Teil zum Gelingen des Ganzen bei. Privateigentum oder Hierarchien spielen keine Rolle, niemand kommt auf die Idee, das Zeltlager marktwirtschaftlich zu organisieren: Wie sollte man auch Angeln mit Abspülen verrechnen?

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.11.2010

Die Debatte um den Sozialismus in all seinen Erscheinungsformen muss erst noch geführt werden, meint Gerd Koenen. In diesem Buch findet er darüber jedenfalls nichts. Vielmehr nimmt ihn der Autor mit in eine Welt, in der ein Zeltlager als Beispiel genügen muss, um den Sozialismus anhand von ein paar anthropologischen Basisgedanken zu erläutern und zu verteidigen. Süß findet der Rezensent dies. Ärgerlich aber erscheint ihm Gerald A. Cohens Zufriedenheit angesichts vermuteter sozialistischer Enklaven im kapitalistischen System. Ein zahnloser Sozialismus, dem der Herausgeber des Bandes mit seiner moralischen Generalamnestie des Kapitalismus für Koenen noch die Narrenkappe aufsetzt. Eine völlig andere Debatte, wie gesagt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 16.10.2010

Lobend äußert sich Rezensent Robert Misik über Gerald A. Cohens Essay "Sozialismus. Warum nicht?", der nach dem Tod des britischen Sozialphilosophen postum in einer deutschen Übersetzung erschienen ist. Anregend findet er, wie sich der Autor etwa mit der Frage auseinander setzt, warum das Prinzip radikaler Gleichheit von gestern oder wider die menschliche Natur sein sollte, oder wie Wohlstand für eine Gesellschaft zu schaffen ist, ohne Egoismus und Gier zu provozieren. Misik erläutert die Form des Sozialismus, die Cohen für möglich hält. Sein Fazit: ein "zeitgemäß-unzeitgemäßer Essay".
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