Im November 1989, als die Mauer fiel, geschah etwas, das nicht nur die Geschichte der Deutschen, sondern auch die Weltgeschichte veränderte. Die Realität hatte die Phantasie überholt. Der Ostblock löste sich auf. Die Welt sah anders aus. Treibende Kraft waren die Bürger der DDR. Renommierte Historiker und aktive Mitgestalter der friedlichen Revolution entwerfen hier ein Gesamtbild des Ereignisses und seiner Folgen und beschreiben die historische Dramatik dieser Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2009
Rezensent Rainer Blasius scheint den über dreißig Beiträgen in diesem von Klaus-Dietmar Henke herausgegebenen Sammelband nicht viel hinzuzufügen zu haben. Seine Besprechung resümiert vor allem Texte von Richard Schröder (gegen Ostalgiker) Erhart Neubert (über Bärbel Bohley) und Henke, dessen Deutlichkeit bei der Darstellung der entscheidenden Faktoren für die Ereignisse zwischen Sommer 1989 und Herbst 1990 er zu schätzen weiß. Aufs Ganze gesehen stellt der Rezensent fest, das der Band sich nicht nur "exzellent" allen Facetten des Aufbruchs in der DDR und der Reaktionen der BRD und der anderen Mächte widmet, sondern auch die tragende Rolle der "demokratischen DDR", das heißt des ostdeutschen Volksprotests bei Revolution und Vereinigung unterstreicht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.10.2009
Rezensentin Franziska Augstein ist der Meinung, dass es zum Mauerfall noch einiges zu sagen gäbe. Lesbare Publikationen zum Thema, das macht sie in ihrer Besprechung auch deutlich, sind eher rar. Um so mehr freut sich Augstein über den von Klaus-Dietmar Henke edierten Sammelband, der die Umstände der Wiedervereinigung, Privatisierung, Währungsunion und die Stasi-Dokumente zur damaligen Stimmungslage der Bevölkerung kritisch beleuchtet. Für Augstein kommen so alle Aspekte von 1989 zur Sprache, auch die Sicht der BRD und der anderer Länder. Dass einige Autoren bloße Meinungsbeiträge abgeben, kann der größtenteils sachlich fundierte Band laut Augstein verkraften.
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