Katja Happe

Viele falsche Hoffnungen

Judenverfolgung in den Niederlanden 1940-1945

Klappentext

Zwischen 1940 und 1945 kamen drei Viertel der niederländischen Juden im Holocaust um - ein höherer Anteil als in allen anderen Ländern Nord- und Westeuropas. Der vorliegende Band ist die erste Darstellung der Judenverfolgung in den Niederlanden auf Deutsch. Dabei richtet die Autorin ein besonderes Augenmerk auf die ausländischen Hilfsbemühungen zur Rettung der Juden in den Niederlanden. Denn die entsprechenden Aktivitäten der niederländischen Exilregierung und ausländischer Hilfsorganisationen sind bislang kaum näher untersucht worden. Darüber hinaus erörtert Katja Happe das Vorgehen der deutschen Täter, schildert die fortschreitende Entrechtung und Isolation der Juden in den Niederlanden sowie die Bemühungen des Jüdischen Rats und der Juden, den Deportationen zu entgehen. Zudem durchleuchtet die Autorin anschaulich die vielfältigen Reaktionen der niederländischen Öffentlichkeit auf die Verfolgungen - ein bis heute in den Niederlanden viel diskutiertes Thema, über das in Deutschland kaum etwas bekannt ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.02.2018

Rezensentin Barbara Diestel empfiehlt das Buch der Zeithistorikerin Katja Happe auch Lesern jenseits des Fachpublikums. Die wichtige Botschaft des Buches sucht sie in der Darstellung von Einzelschicksalen, die die historische Bearbeitung des Themas begleitet, wie sie schreibt. Den Umstand, dass die Autorin die deutsche Verantwortung für den Genozid nicht aus dem Blick verliert, findet Diestel wichtig. Die gebotene Gesamtansicht mit allen Akteuren der Geschichte der Judenverfolgung in den Niederlanden zwischen 1940 und 1945 kommt einer Beantwortung der Frage nach den Ursachen laut Diestel allerdings näher.
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