Kathrin Schmidt

Kapoks Schwestern

Roman
Cover: Kapoks Schwestern
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2016
ISBN 9783462049244
Gebunden, 448 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Die Siedlung Eintracht, einst direkt an der Berliner Mauer gelegen, hat ihre Abgeschiedenheit bewahrt. Jahrzehntelang hat Werner Kapok sein Elternhaus, in das seine Schwester Renate gezogen ist, gemieden. Stattdessen gründete er eine eigene Familie und verließ sie schnell wieder. Später gab er seine Professur auf und verschwand. Nun kehrt er zurück, und die Familiengeschichte holt ihn ein. Denn im Haus gegenüber wohnen immer noch die Schaechter-Schwestern Barbara und Claudia, mit denen er groß geworden ist und seine Sehnsüchte teilte. Dass sie ihn, jede für sich, in die Liebe einführten, haben sie einander bis heute verschwiegen. Als dann auch noch Werners verlorener Sohn auftaucht, kann nichts bleiben, wie es war. Alte Geheimnisse, vergessene Leidenschaften, noch immer schwelende Konflikte müssen ans Licht.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 03.09.2016

Paul Jandl ist schwer beeindruckt von Kathrin Schmidts satirischem Deutschlandroman "Kapoks Schwestern". Wie die Autorin darin ein buntes Figurenpersonal aufbietet und davon ausgehend ein ganz Europa und zwei Jahrhunderte umspannendes Panorama entwirft, begeistert den Rezensenten: "Kathrin Schmidt springt in ihrem Roman durch die Geschichten und durch die Geschichte." Um die Familiengeschichte der titelgebenden jüdischen Schwestern Barbara und Claudia geht es ebenso wie um einen Philosophieprofessor, der sich nach der Wende in ein brandenburgisches Dorf zurückzieht, wo er sich als Irrer ausgibt, so Jandl, bis sich die Wege schließlich in einer Treptower Kleingartenkolonie kreuzen.
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