Können Staaten Pleite gehen? Wollen wir wetten? Kai A. Konrad, einer der renommiertesten Ökonomen Deutschlands, und der Wirtschaftsjournalist Holger Zschäpitz zeigen, wie es zur aktuellen Lage kommen konnte, warum wir alle betroffen sind und wie man sein Geld retten kann. Unsere Zukunft in Europa hängt, wie alles, am Geld. Jetzt, wenn Griechenland und womöglich weitere Länder der Euro-Zone in finanzielle Schwierigkeiten geraten und die Hilfe der Staatengemeinschaft beanspruchen, werden die Weichen für die Zukunft des Euros und der Europäischen Union gestellt. Wenn wir aus der Billionenfalle nicht herauskommen, drohen uns allen - Arbeitnehmern, Rentnern, Kapitalanlegern - drastische Folgen, die der Hyperinflation und den Währungsreformen, die Deutschland in seiner Geschichte schon mehrfach erlebt hat, in nichts nachstehen.
Kauft er jetzt schnell eine Wohnung oder lässt er's bleiben? Hannes Koch zieht es vor, das Buch des Max-Planck-Forschers Kai Konrad und des Welt-Redakteurs Holger Zschäpitz zum Thema Schuldenpolitik zu lesen und sich in Gelassenheit zu üben. Denn: Deutschland geht es noch ganz gut. Allerdings lernt Koch bei Konrad und Zschäpitz außer über den Sinn von Schulden auch über ihre nicht von der Hand zu weisenden Gefahren. Die Frage, wer bezahlt, und was passiert, wenn nicht, können die Autoren dem Rezensenten anhand einer "Staatsschulden-Soziologie" erläutern, die mehrere Szenarien entwirft. Egal, wen es schließlich treffen würde, Beschäftigte, Unternehmer, Besitzende, die Lösungs- und Vermeidungsvorschläge der Autoren (aha, Schulden reduzieren) hält Koch für gut gemeint, aber eher für graue Theorie.
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