Jutta Allmendinger, Jan Wetzel

Die Vertrauensfrage

Für eine neue Politik des Zusammenhalts
Cover: Die Vertrauensfrage
Bibliographisches Institut, Berlin 2020
ISBN 9783411756421
Gebunden, 128 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Vielfach ist die Rede davon, der soziale Zusammenhalt in Deutschland sei am Bröckeln - Überzeugungen, Werte und Ziele der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen drifteten immer weiter auseinander. Regelmäßig wird daher ein Wir-Gefühl beschworen, das neue Bande zwischen den Menschen herstellen soll. Im Rahmen ihrer Forschung haben Jutta Allmendinger und Jan Wetzel tatsächlich ein solches Wir-Gefühl beobachtet, allerdings beschränkt es sich meist nur auf das engere Umfeld von Familie und Freunden. Dieses "Wir" ist allzu überschaubar. Der "Kitt", der die Gesellschaft im Großen zusammenhält, muss daher etwas anderes sein: Vertrauen auch und gerade in all die Menschen, die man nicht kennt. Wo und wie aber lässt sich dieses Vertrauen gewinnen? In ihrem Essay skizzieren Allmendinger und Wetzel eine Politik, die auf Vertrauen baut, damit wir die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen können.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2020

Rezensent Günther Nonnenmacher nennt die Ausgangsthese des Buches von Jutta Allmendinger und Jan Wetzel: Dass Handeln erst durch Vertrauen ermöglicht wird und Vertrauen auf sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit beruht, wollen die Autoren anhand von empirischen Umfragen beweisen. Nonnenmacher erscheint es jedoch etwas allzu schematisch, wenn dabei die Verteilungsfrage in den Vordergund gerückt und der "sozialdemokratische Wohlfahrtsstaat" skandinavischer Prägung gefeiert wird. Auch fragt er sich, wieso die SPD eigentlich stetig an Vertrauen verliert. Was die Methodik betrifft, kritisiert Nonnenmacher, dass der Vertrauensbegriff im Buch "überdehnt" wird. Sozialer Zusammenhalt hat auch andere Grundlagen, meint er.

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