Täglich berichten die Abendnachrichten von den Brennpunkten der Welt: Krieg, Tod, Vertreibung. Doch in allen Konfliktregionen gibt es gleichzeitig Menschen, die für das Kontrastprogramm stehen: Sie engagieren sich mutig, kreativ und erfolgreich für den Frieden. Petra Gerster und Michael Gleich präsentieren in diesem Buch eine Expedition zu den besten Friedensstiftern der Welt. Renommierte Autoren und Fotografen erzählen von Exterroristen in Nordirland, die Jugendliche von Gewaltfreiheit überzeugen; von einem Priester, der sich zwischen Bauern und Guerilleros stellt; vom Wunder am Jordan, wo sich Umweltschützer aus drei verfeindeten Staaten für sauberes Wasser engagieren. Sie berichten von Ärzten, Entwicklungshelfern, Geschäftsleuten und Menschenrechtlern, die auch in scheinbar ausweglosen Situationen immer wieder Auswege finden.
Hier kommt das Auge gleich in zweierlei Hinsicht auf seine Kosten, so die Rezensentin Ute Scheub, denn dieser Sammelband, in dem der Journalist Michael Gleich unter Mithilfe weiterer Autoren Friedensprojekte in elf Ländern vorstellt, ist "voll glänzender Reportagen und exzellenter Bilder". Beeindruckt hat die Rezensentin neben den Projekten selbst auch wie Gleich im Schlusswort vorrechnet, dass sich Frieden buchstäblich auszahlt. Ebenso buchstäblich, so die Rezensentin weiter, wird sich hoffentlich dieses Buch für eines der vorgestellten Projekte, den "Pastor, der zwischen bewaffneten Gruppen in Kolumbien vermittelt", auszahlen, an den alle Tantiemen gehen. Als Ausblick formuliert Gleich, der dem Journalisten-Netzwerk "peace counts" angehört, die Herausforderung, die sich an den Journalismus stellt, nämlich "Frieden als die eigentliche Sensation darzustellen". Das sollten Nachrichten-Redakteure wie Petra Gerster, die auch zum vorliegenden Band beigetragen hat, allerdings nicht nur vollmundig verkünden, sondern auch umsetzen, fordert die Rezensentin abschließend.
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