Über Jahrhunderte hinweg haben die Künste wichtige Beiträge geleistet, Gräuel und Elend, Epidemien, Brände, Sturm und Überschwemmungen zu thematisieren und Traumata zu verarbeiten. Anhand von Darstellungen und Dramaturgien aus Kunst, Musik und Theater vom Mittelalter bis zur Gegenwart erläutert das Buch beispielhaft, auf welche Weise in den Künsten, oszillierend zwischen Angst, Gottesgericht und Schaulust, die Erfahrung von Natur- und gesellschaftlichen Katastrophen verarbeitet und das Unvorstellbare dargestellt wurde.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.07.2007
Mit Interesse hat Rezensent Ulrich Teusch diesen Sammelband in die Hände genommen, aber nach Abschluss seiner Lektüre etwas enttäuscht weggelegt. Der Band versammelt die Beiträge zu einer Ringvorlesung, die die Münchner Ludwig-Maximilian-Universität zu Katastrohphenerfahrung in der Kunst veranstaltet hat. Einige Vorträge findet er tatsächlich sehr gelungen, ausgezeichnet gar. Doch im Endeffekt fehlt dem Rezensenten das Verbindende. Weder gebe es einen auch nur in Ansätzen einheitlichen Katastrophenbegriff, noch hielten sich die Beiträger an den gesetzten Rahmen, so dass es nicht nur um Naturkatastrophen in Bildender Kunst, Literatur und Musik gehe, sondern auch um Katastrophenstimmung im Fin de Siecle oder auch die Ästhetisierung des Verfalls. Aber, das muss der Rezensent auch sagen, lesenswert und solide sind diese Aufsätze durchaus.
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