Matthias Bumiller

Luftmusik

Über die Äolsharfe
Edition Solitude, Stuttgart 2003
ISBN 9783929085884
Gebunden, 48 Seiten, 64,00 EUR

Klappentext

Mit Texten in Englisch und Französisch. Dem Buch ist eine Audio-CD (33 Minuten) beigelegt. Inhalt der CD: Äolsharfenklang, Liedkompositionen mit Györgyi Dombradi (Mezzospran) und Lambert Bumiller (Klavier) von Brahms, Reger und Wolf und einem Gedicht. Über Jahre hinweg gesammeltes Material zur Windharfe aus der Literatur (von der Bibel bis zu einem Originalbeitrag von Walter Gröner), der Musik (von Johannes Brahms bis Hans Werner Henze) und der bildenden Kunst (von William Turner zu den Autoren des Buches) wurde mit Anmerkungen und Kommentaren versehen, so dass ein Kompendium zur Phänomenologie der Äolsharfe entstand.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.12.2003

Es eine gute Idee, befindet Rolf Michaelis, eine Sammlung poetischer Liebeserklärungen an die "Sehnsuchtsleier der deutschen Dichter", der Äolsharfe, zusammenzustellen. Die von Matthias Bumiller und Nathalie Wolff besorgte Ausgabe sei eine schöne Anthologie und eine der seltsamsten und "seltsam schönsten Editionen des Jahres", lobt der Rezensent das im großen Querformat und mit unterschiedlichen Schriften und Papierfarben erschienende Buch. Neben gedruckter Poesie von u. a. Goethe, Jean Paul, E.T.A. Hoffmann, Schiller und Lichtenberg liegt dem Buch auch eine CD bei, auf der eine 20-minütige Aufnahme dieses Instruments zu hören ist. Erfunden wurde das Instrument, dessen durch den Wind verursachte Saitenschwingungen Töne erzeugen, von dem hessischen Universalgelehrten und Jesuiten Athanasius Kircher (1602 - 1680), der es nüchtern "machinamentum 9" nannte. Erst später sei es nach dem griechischen Windgott Aiolos getauft worden, wie Michaelis berichtet. Wer dieses Buch gelesen und einmal die Klänge von der CD, auf der zusätzlich Vertonungen eines Mörikegedichts von Brahms und Wolf und ein Lied von Max Reger sind, vernommen habe, könne nur schwer dem Wunsch widerstehen, sich eine solche Windharfe in den Garten zu stellen, prognostiziert Michaelis.