Warnfried Dettling begrüßt, dass es sich hier zwar um ein Lob des Kapitalismus handele, aber ohne "utopischen Marktradikalismus". Zunächst lieferten die Autoren eine Diagnose des vor zwanzig Jahren in Westeuropa noch dominierenden Keynesianismus: Diese Wirtschaftspolitik sei gescheitert, weil sie zuviel Staat und am Ende auch zuviel Arbeitslosigkeit produziert hätte. Der Paradigmenwechsel zu weniger Staat und mehr Markt werde von den Autoren "mit deutlicher Sympathie" beschrieben. Aber Dettling lobt, dass sie dabei der Frage nach der "Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus" nicht ausweichen. Ein ganzes Bündel von Problemen werde hier aufgezeigt: Die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit, nach kultureller Identität nach der Umwelt zum Beispiel. Hier, so Dettling, zeigten die Autoren die Grenzen des Kapitalismus auf, wo wieder mehr Staat gebraucht werde, um Fehlentwicklungen zu korrigieren. Dettling kritisiert an dem Band nur, dass die Autoren kaum auf die Rolle der "civil society" in diesem Spiel eingeht. Aber das Lob überwiegt: Das Buch sei spannend erzählt, auch die Länderstudien seien informativ.
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