In der repräsentativen Demokratie ist es Aufgabe der Parlamente, Gesetze auszuarbeiten und zu verabschieden. Mittlerweile entwickeln transnationale Netzwerke jedoch viele globale Standards und Normen, die von den Parlamenten nur noch übernommen und in Gesetze überführt werden. Durch diese Privatisierung der Entscheidungsprozesse wird die Demokratie entkernt. Niemand weiß, wie viele Gruppen dieser Art weltweit Regeln etablieren. Schätzungen gehen von mehr als 2000 aus. Fritz Glunk zeigt auf, was hinter den Kulissen passiert und wie wir dieser Entwicklung entgegenwirken können.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.01.2018
Cornelius Pollmer kennt übellaunige, andeuterische, verschwörungstheoretische Arbeiten über transnationale Netzwerke und Eliten zuhauf. Fritz Glunks Buch gehört für ihn nicht dazu. Den Zustandsbericht des Literaturwissenschaftlers über Staat und Demokratie findet er sachlich, das Deprimerende daran ist die Sache selbst, so Pollmer. Dass der Rückzug staatlicher Institutionen durch Deregulierung und Privatisierung zu einem Souveränitäts- und Bedeutungsverlust und letztlich zu einer Lücke geführt hat, die private Akteure und internationale Konzerne gerne ausfüllen, kann der Autor dem Rezensenten am Beispiel der Pharmaindustrie oder der Finanzmarktregulierung zeigen. Wenn der Autor wieder ein Mehr an "faktischer Kraft des Normativen" fordert, stimmt Pollmer zu.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…