Ulrich de Maizière war einer der herausragenden Generale der Bonner Republik. Sein Wirken bestimmte die Bundeswehr über Jahrzehnte maßgeblich. Als Soldat diente de Maizière in unterschiedlichen politischen Systemen des 20. Jahrhunderts. De Maizières Werdegang in Reichswehr und Wehrmacht findet in dieser politischen Biographie ebenso Beachtung wie die damit verbundene Ausbildung und Prägung sowie seine Erfahrungen mit Krieg, Tod und Not. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf der Zeit in der Bundesrepublik, in der de Maizière den Aufbau und die ersten Jahrzehnte der Bundeswehr von Anfang an begleitete, zuletzt als Generalinspekteur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.05.2012
Rainer Blasius setzt sich in seiner Rezension nicht mit Form und Aufbau der Biografie über den "angesehenen" Generalinspekteur der Bundeswehr Ulrich de Maizière auseinander. Stattdessen widmet er sich dem Problem der Vergangenheitsbewältigung, der Rolle de Maizières im Nationalsozialismus und seinem Umgang damit. Die exzellente und materialreiche Arbeit, erklärt er, streiche die Verdienste de Maizières um den Aufbau der Bundeswehr heraus. Der Autor John Zimmermann zeige jedoch nicht zuletzt, wie schwer die Balance ist zwischen Pflichterfüllung und Dienen.
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