Manifest für mehr Freiheits- und GleichheitsrechteIn den globalen Datengesellschaften zählen Informationen über Handeln, Denken und Fühlen der Menschen. Individualität wird massenhaft und systematisch ausgebeutet, wir werden zur Ressource einer digitalen Effizienzrevolution. Das ist gut fürs Geschäft der Datenkraken, die immer mächtiger werden. Und es nutzt Staaten, die Daten zur sozialen Steuerung und Kontrolle, bis hin zur Unterdrückung einsetzen. Johannes Caspar zeigt, dass Demokratie, Freiheit und Solidarität auf der Kippe stehen. Doch wir können etwas dagegen tun. Es gilt, Künstliche Intelligenz menschengerecht einzusetzen sowie soziale Plattformen und Dienste grundlegend zu demokratisieren. Informationelle Integrität für die Menschen und digitale Souveränität für demokratische Staaten müssen zentrale Werte werden. Der Autor diskutiert aktuelle EU-Regulierungsansätze zur Digitalisierung. Darüber hinaus entwirft er Wege, wie wir die Datenherrschaft künftig abstreifen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2023
Claudia Bothe hofft gemeinsam mit dem Datenschutzkenner Johannes Caspar, dass eine digitale Wende und die Rettung vor der Datenkrake möglich ist. Bevor der Autor aber sein für Bothe etwas überlebensgroß ausgefallenes Manifest formuliert, das laut Rezensentin leider weitgehend ohne Praxisbezogenheit auskommen muss, erklärt der Autor anekdotisch digitale Konzepte wie Profilbildung oder Mikrotargeting und arbeitet die wirtschaftliche Seite der Datensklaverei heraus. Gefahren wie Diskriminierung und der Abbau demokratischer Strukturen durch den Datenkapitalismus macht er ebenfalls sichtbar, meint Bothe. Das Buch vermittelt das große Ganze sowie die komplexen Zusammenhänge des Themas, so die Rezensentin.
Im Interview mit der FR warnt der Rechtsphilosoph und Internetexperte Johannes Caspar vor den Gefahren der Digitalisierung, die er insbesondere in der schleichenden Entmündigung der Bürger sieht, wie er auch in seinem Buch "Wir Datensklaven" darlegt. Unser Resümee
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