Mit Sigmund Freud von Südtirol bis Sizilien.
Sigmund Freud war süchtig nach Italien. Hier geriet er geradezu in Verzückung: Er mochte den Duft der Zitronenbäume, die Hügellandschaften der Toskana und die prächtigen Barockpaläste. Ein Reisetagebuch, das er während seiner häufigen Besuche geführt haben soll, ist verschollen. Der Journalist Jörg-Dieter Kogel hat sich, unter anderem ausgestattet mit den Reisebriefen des Psychoanalytikers, auf dessen Spuren begeben. Er erzählt von Freuds Reiselust und Reiseangst, von Lieblingsplätzen, Glücksmomenten und fulminanten Entdeckungen. Der ewige Zauber Italiens entfaltet einen ganz neuen Glanz, sich spiegelnd in den Augen des vielleicht glühendsten Liebhabers unter allen Reisenden, die seit Goethe in den Süden pilgerten.
"Soviel an Farbenglanz, Wohlgerüchen, Aussichten - und Wohlbefinden habe ich noch nicht beisammen gehabt." Sigmund Freud
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.07.2019
Ganz hingerissen ist Rezensentin Rose-Maria Gropp von Jörg-Dieter Kogels dezenter Italienkenntnis und natürlich von Freuds Reiseerlebnissen, die der Autor aus den bekannten Briefen filtert und mit allerhand Exkursen zu Goethe, Nietzsche oder Michelangelo verschneidet, um sie der Leserin zum Genuss zu kredenzen. Was Freud zwischen 1895 und 1923 in Italien sieht, erlebt und genießt, Sonne, Ruinen, erlesene Weine und Hotels, erlebt Gropp gleichsam mit, so nah werden ihr die Eindrücke des Dr. Freud, der sich im Süden von seinem Arbeistalltag zu erholen wusste, Baedeker in der Westentasche.
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