Jhumpa Lahiri

Mit anderen Worten

Wie ich mich ins Italienische verliebte
Cover: Mit anderen Worten
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2017
ISBN 9783498039455
Gebunden, 144 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Margit Knapp. Dies ist die Geschichte eines kulturellen und linguistischen Abenteuers. Mit zwei Sprachen wuchs Jhumpa Lahiri auf: In der Familie wurde Bengalisch gesprochen, Lesen und Schreiben lernte sie auf Englisch in den USA. In beiden Sprachen fühlte sie sich nie ganz beheimatet. Doch dann, während einer Florenzreise 1994 - eine jähe, wilde Affäre mit dem Italienischen, einer Sprache, die neue Freiheit, Abenteuer und Unabhängigkeit verhieß. Doch gleich wurden die jungen Liebenden wieder getrennt: Lahiri kehrte zurück nach New York, und jahrelang hielten nur ein kleines Lexikon in ihrer Handtasche sowie der knappen Lebenszeit abgerungene Privatstunden bei wechselnden Lehrerinnen die Flamme am Brennen. Bis sie 2013 - ihr Leben als freie Schriftstellerin machte es möglich - Hals über Kopf mit der gesamten Familie nach Rom zog. Und nun wurde aus Leidenschaft Lebensernst …

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.03.2018

Wer sich für die inneren Vorgänge interessiert, wenn wir eine Sprache lernen, dem kann Katharina Granzin Jhumpa Lahiris Buch empfehlen. Als "skrupulöse" Beobachterin und Beschreiberin der Welt tritt ihr die mehrsprachige Autorin entgegen, wenn sie über ihre Erfahrung schreibt, von Grund auf Italienisch zu lernen. Als Bericht einer sprachlichen Selbstvergewisserung und Erkundung der Frage nach dem Verhältnis Mensch und Sprache, Sprache und Identität liest Granzin das Buch, als verdichtetes psycholinguistisches Selbstporträt, sachlich genau und daher von universeller Gültigkeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.01.2018

Rezensentin Maike Albath lernt, sich in fremde Sprachen zu verlieben in diesem "Sprach-Tagebuch" der amerikanischen Schriftstellerin Jhumpa Lhahiri. In den zwischen Autobiografie und Essay mäandernden Kapiteln erzähle Lhahiri nicht nur, wie sie Anfang der Neunziger bei einem Florenz-Urlaub dem Italienischen verfiel, informiert die Kritikerin, sondern sie liest zudem auch eine vielschichtige Migrationsgeschichte: Rausch und Frustration der "Einwanderung" in eine neue Sprache vermag ihr die Autorin ebenso zu schildern wie ihre "Sprachpilgerschaft" nach Italien oder das Gefühl, als Tochter bengalischer Eltern in den USA aufzuwachsen. Während der Rezensentin die beiden eingearbeiteten Kurzgeschichten allzu symbolisch erscheinen, verdankt sie diesem Buch viele erhellende Einsichten in die Folgen von Migration.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.12.2017

Renate Wiggershaus liest Jhumpa Lahiris intimstes Buch. Kennt sie die poetische Metaphorik schon aus den Romanen der Autorin, tritt ihr hier außerdem ein Neues entgegen, Reflexionen, Notizen und Berichte einer Identitätssuche, wie Wiggershaus es versteht. Zugleich stellt das Buch die Dokumentation einer Leidenschaft dar, meint sie, der Leidenschaft zur italienischen Sprache und Kultur, deren Erlernen der Text essayistisch und erzählend aufzeichnet.
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