Klappentext

Aus dem Französischen von Hans Schönebergund Vincent von Wroblewsky. Jean-Paul Sartre zählt zu den bedeutendsten Philosophen des vergangenen Jahrhunderts. Im kommenden Juni hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert - zu diesem Anlass werden die "Entwürfe für eine Moralphilosophie" erstmals in einer deutschsprachigen Ausgabe publiziert. Die "Entwürfe" sind - im Anschluss an das philosophische Hauptwerk "Das Sein und das Nichts" - in den Jahren 1947/48 entstanden. Es handelt sich um Aufzeichnungen, die um eine Vielzahl ethischer Fragen und Probleme kreisen. Im Zentrum steht dabei die Verantwortung des Einzelnen als Teil der modernen Massengesellschaft.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.05.2005

Jean-Paul Sartres "Entwürfe für eine Moralphilosophie" bestehen aus "verschieden weit ausgearbeiteten disparaten Skizzen", erklärt Rezensent Detlef Horster. Sartre habe sie in den Jahren 1947 und 1948 niedergeschrieben, sie jedoch nie zu einer ausgereiften moralphilosophischen Abhandlung weiterentwickelt - als entsprechend "sperrig" bewertet der Rezensent das tausendseitige Konvolut. Allenfalls für den Sartre-Kenner seien sie ein Gewinn, wobei dieser aber bereits das französische Original von 1983 zur Kenntnis genommen haben dürfte, heißt es in der Besprechung. Weder der Moralphilosoph noch der an moralphilosophischen Fragen interessierte Laie könne sich viel von der mühsahmen Lektüre erhoffen. Festzuhalten bleibt für Horster allerdings der "historische Wert" jener Aufzeichnungen, um den das auf Deutsch zugängliche Oeuvre Sartres nun ergänzt worden ist.
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