50 Jahre deutsche Nachkriegsgeschichte bedeuten auch 50 Jahre Zuwanderung in die Bundesrepublik und die ehemalige DDR. Die Autorinnen und Autoren untersuchen die Brüche, Kontinuitäten und Kontraste verschiedener Zu- bzw. Einwanderergruppen wie Vertriebener, Flüchtlinge, Aussiedler, "Gastarbeiter", "Vertragsarbeiter" und West-Ost-Migranten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2000
Deutschland ist nach den USA zum zweitgrößten Einwanderungsland der Welt geworden, aber - resümmiert Kersten Knipp in der NZZ - "quasi aus Versehen". Der Rezensent referiert die Beiträge des Sammelbandes, der sich den verschiedensten Facetten der Migrationsgeschichte der deutschen Nachkriegszeit (BRD und DDR inclusive) widmet, ohne näher auf Stil, Lesbarkeit oder Qualität der Beiträge einzugehen. Er streift viele Aspekte: von der ersten Einwanderungswelle der Vertriebenen über die angeworbenen "Gastarbeiter auf Zeit", über die zögerliche Aufnahme von Flüchlingen aus der sowjetischen Besatzungszone in den ersten Nachkiegsjahren bis hin zum scheinheiligen Internationalismus der DDR-Regierung mit ihren vietnamesischen, kubanischen oder angolanischen Vertragsarbeitern. Zwar bestätigen die Beiträge die Vermutung, daß die Akzeptanz von Arbeitsimmigranten vom Wohlstandsniveau abhängig sei, doch zum Thema Integration und Zukunft der Migration schweigen die Autoren, kritisiert Knipp.
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