Seitdem sich die Elendszonen des Weltmarkts erneut ausweiten und die westlichen Metropolen erreichen, wird auch dort wieder verstärkt von Arbeit und Kapital, der Klasse und ihrem Kampf gesprochen: Im 200. Jahr nach seiner Geburt hat Marx erneut Konjunktur. Jan Gerber legt eine Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Werk von Karl Marx vor, die neueste Forschungen berücksichtigt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der erste Paris-Aufenthalt von 1843 bis 1845. Denn in dieser Zeit entwickelte Marx die zentralen Begriffe seines Denkens: Er traf als Radikaldemokrat in Paris ein und verließ die Stadt als überzeugter Klassenkämpfer und Kommunist.
Laut Rezensent Klaus Bittermann will der Politikwissenschaftler und Historiker Jan Gerber Marx' Theorien als historische beleuchten. Deshalb habe er sich vor allem dessen Parisaufenthalt zwischen Oktober 1843 und Februar 1845 gewidmet, weil Marx sich "in der Metropole der Revolution vom Radikaldemokraten zum Klassenkämpfer und Kommunisten" gewandelt habe, referiert der Rezensent den Klappentext. Er lässt aber keinen Zweifel daran, dass ihm das Buch gefallen hat: Gerber gelingt seiner Ansicht nach eine pointierte Entstehungsgeschichte der wichtigsten Begriffe in Marx' Werk, die diese dem beeindruckten Rezensenten besser näher bringt als etliche umfangreichere Studien. Und "beneidenswert gut geschrieben" findet er das Buch auch.
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