Aus dem Amerikanischen von Stephen Tree. Ein Leben wie das von Freddy Otash kann nur an einem einzigen Ort enden: im Fegefeuer. Dort sitzt seit nunmehr 28 Jahren der kettenrauchende, trinkende, sexbesessene und alles belauschende Spürhund Hollywoods fest. Otashs Karriere füllt mehrere Leben, sein Leben mehrere Bücher: Marinesoldat im Zweiten Weltkrieg, Polizist beim LAPD, Privatdetektiv, schließlich in den Fünfzigerjahren wichtigster Redakteur des Boulevardmagazins Confidential, das die kleineren und größeren Perversionen der amerikanischen Prominenz an die Oberfläche zerrte und mit Lust der Öffentlichkeit zum Fraß vorwarf. Aber jetzt will Freddy endlich raus aus der Vorhölle, und dazu muss er die Wahrheit sagen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 10.06.2022
Rezensent Enno Stahl scheint unterfordert mit James Elroys auf Fakten basierendem Roman über den "Hollywood-Fixer" Fred Otash. Dass es Otash tatsächlich gegeben hat und er Kennedy Drogen und Rock Hudson eine Scheinehefrau besorgt hat, ändert nichts daran, dass sich Stahl mit dem Buch langweilt. Liegt es an der prinzipiellen Bedeutungslosigkeit des Sexlebens vergessener Stars wie Liz Taylor und Burt Lancaster oder am eindimensionalen zynischen Sound des Textes? Der Plot um einen Mord im kommunistischen Milieu reißt den Rezensenten jedenfalls kaum aus dem Sessel.
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