Eve
Roman

Carl Hanser Verlag, München 2024
ISBN
9783446281257
Gebunden, 224 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Susanne Höbel. Amor Towles erzählt, wie eine Frau aus der Provinz die Glamourwelt Hollywoods austrickst. Nachdem Eve mit ihrem Freund in New York Schluss gemacht hat, bricht sie nach Los Angeles auf. Wenig später wird sie mit der berühmten Olivia de Havilland in den angesagten Lokalen Hollywoods gesehen. Es ist die Zeit, als "Vom Winde verweht" gedreht wird und die Studios sich gegenseitig die Schauspielerinnen abjagen. Die ebenso raffinierte wie rätselhafte Eve gibt kaum etwas von sich preis, verwirrt jeden Möchtegern und Betrüger, der ihr begegnet, bis sie diejenige ist, die zuletzt lacht.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (
Info)
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.11.2024
Gespannt liest Rezensent Fritz Göttler den Kriminal- und Abenteuerroman von Amor Towles: Angesiedelt im Hollywood von 1939 geht es um Evelyn Ross, die der aufstrebenden Schauspielerin Olivia de Havilland zur Vertrauten wird und sich dabei, frisch getrennt und desillusioniert, durch die Männerwelt Hollywoods schlägt. Ebenfalls zum Personal des Romans gehören ein gealterter "Ex-Akteur", ein junger Stuntman, ein ehemaliger Polizist und nicht zuletzt der Studioboss David O. Selznick, der den Kritiker mit seinem "absurden" Absolutheitsanspruch an Filme als Figur beeindruckt. Besonders gelungen scheint Göttler allerdings das Setting zu finden, Towles' Darstellung des zwischen "strahlendem Glamour und dunklem Anschein" schwankenden Hollywood - hier sieht er zudem neben dem Hardboiled-Krimi auch die "sophisticated comedy" als Genre aufscheinen. Ein packender Roman, der gleichzeitig eine Emanzipationsgeschichte ist und auf "elegante" und "zynische" Weise erzählt wird, meint der Kritiker anerkennend.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.10.2024
Rezensent Rainer Moritz taucht mit Amor Towles' kleinem Roman ein in das Hollywood der späten 1930er, als Olivia de Havilland gerade für "Vom Winde verweht" besetzt wird und die großen Studios mit allen Mitteln um die Vorherrschaft kämpfen. Das Buch changiert laut Moritz recht schön zwischen illustrem Hedonistenkitsch à la Fitzgerald und einem hartgesottenen Krimi wie von Chandler. Mit de Havilland und seiner unerschrockenen Protagonistin Evelyn Ross, die als neue Freundin der Diva den Film-Patriarchen die Stirn bietet, hat das Buch zwei imponierende Frauengestalten, freut sich Moritz. Der Roman mit seinen Genre- und Stilwechseln bereitet ihm Vergnügen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 28.09.2024
Der neue Roman des amerikanischen Bestseller-Autors Amor Towles spielt im Hollywood der 30er Jahre, erzählt Rezensentin Katharina Teutsch: Der Kommissar Charlie ist nach vierzig Jahren bereit, seinen Beruf an den Nagel zu hängen, da begegnet ihm im Zug Eve, die eine lange Narbe im Gesicht trägt und in Los Angeles als Hollywood-Sternchen neu anfängt. Sie freundet sich mit (der real existierenden) Olivia de Havilland an. Als diese erpresst wird, kommt Charlie zum Zug, erklärt Teutsch. "Kein Meisterwerk", resümiert sie, aber eine unterhaltsame und spannende Lektüre ist hier garantiert.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.07.2024
Rezensentin Manuela Reichart verfolgt gespannt, wie der pensionierte Ermittler in Amor Towles' Roman die Spur aufnimmt in dieser Geschichte um eine Erpressung im Hollywood der 1930er Jahre. Wie Towles seine Story entwickelt, mit viel Gespür für schimmernden Glam, einer kühlen Blonden a la Lauren Bacall und abgehalfterten Schauspielern, findet Reichart überzeugend. Die Schattenseiten der Traumfabrik werden sichtbar, und am Ende ist das Buch eine echter Hard-Boiled-Crime, versichert sie.