Die Figur des Fluchthelfers weckt Vorstellungen von Abenteuer, Widerstand und Freiheitskampf. Nicht jederzeit und überall galten sie jedoch als Heroen. Je nach Perspektive und politisch-historischem Kontext werden sie zu Kriminellen oder Heldinnen gemacht. Anhand von fünf exemplarischen Lebensgeschichten geht Ina Boesch dem Bedeutungswandel von Fluchthilfe und Fluchthelfern in den letzten siebzig Jahren nach, von den 1930`er-Jahren bis heute.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.12.2008
Einen spannenden Einblick in die Motive von Fluchthelfern hat Rezensentin Barbara Bleisch durch diese von Ina Boesch geführten Interviews gewonnen. Die Autorin unterscheidet dabei nicht zwischen "sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen und politischen Flüchtlingen", wie Bleisch anhand der die Interviews anreichernden "Reflexionen" der Autorin beobachtet. Und auch die Motive der Fluchthelfer scheinen ungeachtet der konkreten Rahmenbedingungen der Flucht erstaunlich konstant. Die Erforschung dieser Motive macht das Buch - das keineswegs eine "politische Anklageschrift" ist, sondern viel persönlicher angelegt ist - in den Augen der Rezensentin interessant.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…