Aus dem Englischen von Friedrich Griese. Die gesamte Welt besteht aus ihnen - von den entferntesten Regionen des Universums bis zu diesem Buch. Gleich nach dem Urknall entstanden, werden die chemischen Elemente auch noch da sein, wenn die Menschheit längst untergegangen ist. Solange führen sie ein abenteuerliches Leben in Kunst, Architektur und Literatur. In kleinen Anekdoten und großen Geschichten schildert Hugh Aldersey-Williams die überraschende Symbiose von Kultur und Chemie - und gibt dem Periodensystem eine ganz neue Ordnung. Denn die Elemente gehören nicht ins Labor, sondern sind unser aller Besitz.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.10.2011
Was bleibt, wenn der systematische Anspruch fällt? Bei einem Buch über die Elemente (hoppla, ihr wildes Leben, amüsiert sich der Rezensent) nicht viel, nämlich piefige Anekdoten, wie der Autor Hugh Aldersay-Williams einmal einen Titanschmied besuchte, oder wie bei Nabokov Chrom verhandelt wird (als Küchenschmuck). Das reicht Stephan Speicher nun gar nicht. Alles viel zu reportagemäßig, weniges substantiell. Bei einem Thema wie diesem, meint er, und ist es auch kulturgeschichtlich angelegt, muss man schon die Fachleute befragen. Außerdem gefällt ihm der biedermeierliche Ton des Buches nicht.
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