Ein Chemiebuch, das vollkommen ohne die Begriffe Bunsenbrenner und Periodensystem auskommt - dafür aber zu fast jedem Thema chemikalische Geistesblitze der vergnüglichsten Art zu bieten hat. Ein tieferes Verständnis für Moleküle und ihre Reaktionen erlauben einen tieferen Einblick in das, "was die Welt im Innersten zusammenhält" - und was vielleicht noch wichtiger ist, es demonstriert die enge Verbindung zwischen unserer Lebensqualität im Alltag und chemischen Kenntnissen. Der Duft einer Rose, der Geschmack eines Apfels, die Farbe einer Karotte, der Stich einer Biene, das Elend einer Allergie, angelaufenes Tafelsilber und die Verlockung der Liebe geben uns ihre Geheimnisse preis, wenn wir das Verhalten von Molekülen verstehen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.12.2002
Der Buchautor will die Chemie in die Wohnzimmer bringen, dem "chemischen Analphabetismus" ein Ende bereiten. Deshalb beginnen seine Ausflüge in die Formelwelt beim Kaffeekochen, Haare waschen oder am linken Ohr von Vincent van Gogh. Joe Schwarcz liebe die "chemische Plauderei", sagt Rezensentin Ulrike Fell und sie versichert, dass er sich darauf versteht: "Unermüdlich zaubert er aus seiner wissenschaftlichen Trödelkiste Kuriositäten hervor, die auch abgeklärte Experten zum Schmunzeln bringen." Ein richtiges Lob will der Rezensentin dann aber doch nicht über die Lippen springen. Zwar hat sie gegen Vereinfachungen und Anekdoten nichts einzuwenden, aber nur, wenn dabei kein chemisches Tafelsilber zu Bruch geht. Doch schon auf den ersten Seiten, so berichtet die Rezensentin entrüstet, gebe der Autor das klassische Gesetz von Boyle falsch wieder und leiste sich auch im weiteren Verlauf noch mehrere inhaltliche Fehlgriffe. "Derlei Fauxpas", resümiert die Rezensentin, "wirken bei einem Buch, das gegen die naturwissenschaftliche Unbildung angeht, ein wenig peinlich".
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