Ein Professor bezwingt Deutschlands mächtigsten Strom. Andreas Fath schwimmt die 1231 Kilometer von der Quelle des Rheins bis zu dessen Mündung. Das Anliegen des Chemikers, der mit seinem Team unterwegs Wasserproben nimmt: für einen effektiven Schutz unserer Gewässer zu werben. Seine Analysen belegen eine bedenkliche Zunahme von Mikroplastik-Partikeln und geben Hinweise auf Medikamente und Drogen mit ungeklärten Auswirkungen auf unsere Umwelt. "Rheines Wasser" ist die packende Erzählung eines großen Abenteuers - und ein Plädoyer für den sorgsameren Umgang mit dem kostbarsten Rohstoff der Welt. Damit wir die Gewässer effektiver schützen und verhindern, dass Antibiotika in unserem Trinkwasser landen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.08.2016
Christian Schwägerl hat durchaus Achtung für die Leistung des Chemikers Andreas Fath. Dass dieser als "schwimmender Professor" den gesamten Rhein durchschwommen hat und dabei noch Schadstoffwerte gesammelt und kommentiert hat, findet er wichtig. Das aus dieser Aktion entstandene Buch aber hält laut Rezensent leider nicht, was alles Schwimmen verspricht. Die darin ausgesprochenen Warnungen vor dem allzu sorglosen Umgang mit unserem Trinkwasser verpuffen, meint Schwägerl angesichts der Nabelschau des Professors, der lieber seine Befindlichkeiten beim Marathonschwimmen notiert, als etwa die Lebenwesen im Rhein zu erwähnen oder das Potenzial, das für Schwägerl in einer Natur-, Kultur-, Verschmutzungs-und Regenerationsgeschichte des Rheins steckt, sich und dem Leser zu Nutze zu machen.
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