Holger Rogall

Bausteine einer zukunftsfähigen Umwelt- und Wirtschaftspolitik

Duncker und Humblot Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783428102136
Broschiert, 565 Seiten, 34,77 EUR

Klappentext

Mit der vorliegenden Veröffentlichung legt Holger Rogall eine Einführung in die Grundlagen der Neuen Umweltökonomie vor. Didaktisch konzipiert und in allgemein verständlicher Sprache verfasst, bietet das Werk dem interessierten Laien einen Überblick über Fragestellungen und Erkenntnisse der Umweltökonomie sowie der Ökologischen Ökonomie. Von der neoklassischen Umweltökonomie ausgehend, werden die nachhaltigkeitsorientierten, transdisziplinären Ansätze der Ökologischen Ökonomie aufgenommen und zu einer Neuen Umweltökonomie weiterentwickelt. Hierzu vermittelt der Verfasser die zentralen Erkenntnisse der Neuen Umweltökonomie inklusive der Nachhaltigkeitsdiskussion, der Diskussion um die Instrumente der Umweltpolitik und der Akteursanalyse sowie Strategieansätze einer zukunftsfähigen Entwicklung. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Operationalisierung des Nachhaltigkeitsbegriffes, und am Beispiel der Handlungsfelder Energie, Abfall, Ökodesign und Wirtschaftspolitik werden Lösungsstrategien erarbeitet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2000

Mit Vorbehalten äußert sich Bettina Bonde über dieses Buch. Ihrer Ansicht nach hat sich die Überzeugung längst durchgesetzt, dass sich Umweltschutz in bedeutendem Ausmaß ohne ökonomische Anreize nicht durchsetzen lässt. Um so erstaunlicher findet sie Rogalls Behauptung, diese Sichtweise "greife zu kurz". Der Autor fordere einen "transdisziplinären Ansatz", allerdings laufen seine Ausführungen letztlich ebenfalls darauf hinaus, dass ökonomische Anreize unabdingbar sind, so Bonde. Rogall fordere dabei eine "Politik nach naturwissenschaftlichen und technischen Kriterien". Und so kann der Leser einiges über Steuern, Umweltabgaben, Emissionsrechte, politische Entscheidungsträger, Interessenverbände und Branchen (Energie, Abfall, Verkehr) lesen. Doch diese "Bausteine" muss der Leser, so Bonde, selbst zusammensetzen. Und auch die Trennung der "ökonomischen Mechanismen von den politischen Zielen" bleibe letztlich dem Leser überlassen.
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