Ungezügelte Märkte und Hyper-Globalisierung haben uns in die totale Abhängigkeit des Weltmarkts geführt. Aber wie wegkommen von Rohstoff-Raubbau, Soja, Fast Fashion und anderen billigen Import-Drogen? Und jetzt auch noch die Dekarbonisierung schaffen? Ist das der Todesstoß für unsere Industrie? Es ist eine echte Chance, meint Nikolaus Kowall. Denn die ökologische Transformation führt zu höherer regionaler Wertschöpfung. Importe von Rohstoffen und Energie werden durch Eigenproduktion und Recycling ersetzt, die Wegwerfgesellschaft durch die Kreislaufwirtschaft. Damit der grüne Umbau der Wirtschaft nicht durch ruinösen Wettbewerb verhindert wird, brauchen wir aber mehr Demokratielogik und weniger Marktlogik. Wachen wir auf, sonst passiert die Zukunft ohne uns.
Rezensent Moritz Klein bekommt beim Ökonomen Nikolaus Kowall Rezepte für eine sozial-ökologische Transformation in der Wirtschaft. Nach einem lehrreichen Rückblick auf die wirtschaftspolitischen Interventionen der Nachkriegszeit und der folgenden Globalisierung mit Marktliberalität und Standortwettbewerb schaut der Autor laut Klein auf das Ende der neoliberalen Ordnung und fordert eine neue Souveränität der Politik über die Wirtschaft. Kowalls Analyse und seine folgende Vision einer "De-Globalisierung" findet Klein durchaus plausibel.
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