Herrad Schenk

Der Altersangst-Komplex

Auf dem Weg zu einem neuen Selbstbewusstsein
Cover: Der Altersangst-Komplex
C. H. Beck Verlag, München 2005
ISBN 9783406535222
Broschiert, 238 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Älterwerden ist nicht die große Bedrohung und Gefahr für unsere Gesellschaft - Älterwerden könnte das große Abenteuer unserer Zukunft sein - gesamtgesellschaftlich und individuell. Das Buch stellt die neue Lebenssituation älterer Menschen dar: Ihr verändertes Selbstbild und ihr neues Selbstbewusstsein. Die entspannten Familienbeziehungen, die ein Ausdruck von lebenslanger Generationensolidarität auf Distanz sind. Die gewachsene Bedeutung der Paarbeziehung im Alter, mit ihren neuen Facetten von Intimität, Liebe und Sexualität im letzten Lebensdrittel. Die zunehmende Wichtigkeit von Freundschaften und auf Freundschaften aufbauenden sozialen Netzen, besonders für Singles, aber auch für Paare im Alter. Die zahlreichen Ansätze zu neuen Wohn- und Lebensformen älterer Menschen, die auch das Problem der Pflegebedürftigkeit im höchsten Alter im Auge behalten. Die sich verändernde Bedeutung des Berufs im Lebenszyklus und der Stellenwert von gesellschaftlichem Engagement und ehrenamtlicher Arbeit in den späteren Jahren. Und die neuen Wege, die ältere Menschen auf der Suche nach dem Lebenssinn und dem richtigen Leben gehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.10.2005

Von den Neuerscheinungen, die sich mit dem Alter beschäftigen, bespricht Ruth Fühner drei Bände, die jenseits der Anti-Aging-Hysterie "unpolemische und seriöse" Informationen bieten, wie sie versichert. Besonders "ruhig und anti-alarmistisch" argumentiert Herrad Schenk gegen die Angst vor dem Alter, so Fühner. Indem er das Altern "konsequent" als Teil des gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozesses begreift, kann zumindest die Rezensentin den "persönlichen Anfällen von Altershysterie" entspannter begegnen. Schenk beschreibe die Vor- und Nachteile der postmodernen Gesellschaft, in der auch die Alten aus den alten Rollen herausfallen und mehr Selbstverantwortung beweisen müssen, dafür aber auch abseits überkommener Bilder ihre Lebensweise selbst bestimmen können. Anerkennend äußert sie sich über Schenks "alles andere als selbstverständlichen" Mut, den Tod direkt anzusprechen Und "ermutigend" findet sie die Erkenntnis, dass die Angst vor dem Altwerden schwindet, je älter man tatsächlich wird.