Mit einem Nachwort von Ines Geipel. Mit den Kolberger Heften, den Tagebuchaufzeichnungen von Henryk Bereska, stellt sich ein Grandseigneur der Literatur vor. Er führt den Leser ein in die besondere Welt aus Esprit, Historie, Poesie und einer großen Liebe zum Leben. Es ist der Kosmos eines der selten gewordenen ostdeutschen Europäer. Ein Mann auf einem Berg aus märkischem Sand sitzend - das war die markanteste Figur im Werk von Henryk Bereska zu DDR-Zeiten. Jener Sandberg befand sich im märkischen Kolberg, lange Zeit Bereskas Lebensmittelpunkt. Die Kolberger Hefte, Bereskas literarische Tagebücher, sind ein einzigartiges Zeitdokument, das in den frühen Fünfzigerjahren in Ostberlin einsetzt und bis zum Ende der DDR 1989 reicht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2008
Verhalten äußert sich Rezensentin Stefanie Peter über diese Tagebücher 1967-1990 des 2005 verstorbenen Henryk Bereska, den zu DDR-Zeiten "wichtigsten deutschen Übersetzer polnischer Literatur". Die Eintragungen erstrecken sich zwar über einen Zeitraum voller einschneidender Ereignissen. Aber darüber findet sich zu Peters Bedauern in Bereskas Tagebüchern nur selten Substanzielles. Auch wenn ihr die Berichte über Alltag, Versorgungsengpässe, Landschaften, Hang zum Alkohol gelegentlich durchaus interessant scheinen, fehlen ihr allzu oft "eigene Einschätzungen" des Autors zum politischen Zeitgeschehens.
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