Herausgegeben und mit einem ausführlichen Anmerkungsapparat versehen von Wilfried F. Schoeller. Die Geschichte der "Neuen Zeitung", der bedeutendsten deutschen Nachkriegszeitung, ist die einmalige Dokumentation des Zusammentreffens der geistigen Elite und zugleich eine politisch-literarische Chronik von der Trümmerzeit bis zu den Aufbaujahren in beiden deutschen Staaten. Sie zeigt, mit welchen Werten, Zweifeln, seelischen Erschütterungen, Hoffnungen, welcher Trauer und mit welch demokratischem Willen die Nachkriegsjahre in Deutschland gestaltet worden sind.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Wilfried F. Schoeller hat aus der von der amerikanischen Besatzungsmacht in München zwischen 1945 und 1955 herausgegebenen Tageszeitung Neue Zeitung ein umfangreiches, erhellendes und darum auch Vergnügen bereitendes Lesebuch zusammengestellt. Ich stieß darin auf einen offenen Brief, den Hermann Hesse Ende April 1946 in der in Basel erscheinenden National-Zeitung veröffentlicht hatte, den der Aufbau in New York nachdruckte, woraus die Neue Zeitung ihn dann übernahm. Er ist eine Antwort auf einen Brief der damals noch unbekannten Luise Rinser. Hesse setzt sich darin stellvertretend mit den Briefen auseinander, die ihn nach der Niederlage Dritten Reiches aus Deutschland erreichen: "Nicht einer von ihnen schreibt, er bereue, er sehe die Dinge jetzt anders, er sei verblendet gewesen. Und auch nicht einer schreibt, er sei Nazi gewesen und werde es bleiben, er bereue nichts, er stehe zu seiner Sache... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…