Im Werk Gustav Mahlers, eines der objektiv bedeutendsten Komponisten, schockierte die Fremdheit des Bekannten, welches genug unassimilierte Substanz enthielt, um die herrschende Kultur selbst noch unwillkürlich ihrer Unwahrheit zu überführen.Die Beiträge von Carl Dahlhaus, Janina Klassen, Oliver Fürbeth, Berthold Tuercke und Jürgen Rothkamm analysieren u. a. Mahlers materiales Komponieren als Kompendium einer neuen Musik und bieten eine neue Entschlüsselung des zweiten der "Kindertotenlieder".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.03.2000
Der Autor mit dem Kürzel "rur." weist in einer Kurzrezension bei diesem thematischen Zeitschriftenband vor allem auf den Beitrag von Jörg Rothkamm hin, der ausführliche Darlegungen zur Datierung von Gustav Mahlers zehnter Sinfonie biete. Ferner finde man anregende Beiträge zu den "Kindertotenliedern". Bei dem Beitrag von Carl Dahlhaus über Mahlers "rätselhafte Popularität" handele es sich um eine Wiederveröffentlichung eines Aufsatzes von 1972.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…