Das Buch berichtet von unzähligen Sternstunden, erzählt von vielen Vorstellungen, von Sängerinnen und Sängern, von bedeutenden Dirigenten, manchmal auch von Direktoren, von deren programmatischen Plänen, Mentalitäten, ihrem Zorn und ihren Vorlieben. Erzählt werden Nachkriegs-Geschichte und Gegenwart des Hauses am Ring in Direktions-Epochen von Franz Salmhofer über Karl Böhm und Herbert von Karajan bis Ioan Holender.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.06.2006
Zwei Bände zum fünzigjährigen Jubiläum der Wiener Staatsoper bespricht Kurt Malisch, und nur einer gefällt ihm. Leo Mazakarinis persönliche Hommage ist es nicht. Die Erinnerungen des selbsterklärten "Opernnarren" an sämtliche Premieren und Neuinszenierungen strotzten vor Redundanz und geschmäcklerischen, aber nicht sehr instruktiven Charakterisierungen wie "wichtig" oder "gern gesehen", klagt Malisch. Aufgrund der Menge an Stoff beschränkt sich Mazakarini zudem stellenweise auf die reine Aufzählung, was der Rezensent in einem Fließtext recht ermüdend findet. Genervt haben ihn auch die faktischen Fehler, von denen er eine ganze Reihe anführt. Die stilistischen Frontalzusammenstöße wie "Sängerisch ersangen uns...", die dem Autor immer wieder unterlaufen, kann er da auch nicht mehr mit Humor nehmen.
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