Harald Fricke

Gesetz und Freiheit

Eine Philosophie der Kunst
Cover: Gesetz und Freiheit
C. H. Beck Verlag, München 2000
ISBN 9783406465147
Broschiert, 220 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Was ist eigentlich Kunst? Und: Was ist große Kunst? Was für Arten von Kunst gibt es? Wie verändert sie sich im Lauf der Geschichte? Wie hängt sie mit der natürlichen, wie mit der gesellschaftlichen Welt zusammen - und wie mit dem einzelnen in dieser Welt? An zahlreichen Beispielen aus Musik, Literatur, Malerei und anderen Künsten entwickelt Harald Fricke durch eine strikt rationale, begrifflich präzise Philosophie der Kunst eine differenzierte Antwort auf solche Fragen. Zwei Jahrzehnte nach seiner "Philosophie der Literatur" legt Harald Fricke jetzt eine Philosophie der Kunst vor: die Poetik der Abweichung wird erweitert zur allgemeinen Ästhetik. An zahlreichen Beispielen werden Grundbegriffe des Redens über Kunst philosophisch geklärt und historisch differenziert angewendet. Aus der Rolle von Gesetz und Freiheit, von Wiederholung und Variation auf dem Feld der Ästhetik ergeben sich schließlich tiefere Einblicke in das Verhältnis von Kunst, Zeit und Tod.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2000

Marie-Luise Raters ist der Ansicht, dass das, was Fricke in diesem Buch zu sagen hat, "nicht unbedingt neu, aber im Detail unbestreitbar spannend ist". Leider vermittelt sich das Spannende daran nicht unbedingt in der Rezension. Raters erläutert dem Leser zunächst, dass es Fricke vor allem um die Darstellung geht, inwiefern sich Künstler gegen `Quasi-Normen` auflehnen und inwieweit dabei `(kunst-)interne oder externe Funktionen` eine Rolle spielen. Antwort darauf gibt der Autor, so Raters, jedoch erst im letzten Teil des Buchs, wo erläutert wird, dass Künstler von den `Quasi-Normen` abweichen, "um sich zu befreien - und zwar vom Gesetz der Zeit". Dies ist nach Fricke, wie die Rezensentin referiert, nur durch Wiederholung möglich, weil diese `in der Kunst eine Auflehnung gegen die Tyrannei unumkehrbar verfließender Zeit` sei. Raters bescheinigt Fricke an dieser Stelle eine "existenzphilosophische Wende" und stellt abschließend die Frage, ob hier nicht "Kunst und Leben" mit einander verwechselt werden.
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