"Ästhetik" feiert heute Hochkonjunktur und kursiert als Modewort unserer postmodernen Moderne. Dieses Buch stellt einen historisch-systematischen Versuch dar, anhand typologischer Studien zum Verhältnis der philosophischen Disziplinen Metaphysik, Erkenntnistheorie, Ethik und Ästhetik quer durch die Philosophiegeschichte hindurch den Weg der angeblichen Substituierung der Metaphysik durch die Ästhetik zu beleuchten, wobei der Schwerpunkt auf der Beziehung zwischen Ästhetik und Ethik liegt. Welche Konsequenzen zeitigen die Inthronisation der Ästhetik und die Okkupation sämtlicher Lebens- und Wissensbereiche durch das "Ästhetische" für das individualethisch gute Leben und das sozialethisch gerechte Zusammenleben? Dagmar Fenners kritischer Versuch richtet sich explizit nicht an Spezialisten, sondern an alle philosophisch Interessierten, die beständig bestrebt sind, sich selbst und die Welt neu zu entdecken, zu transformieren und gemeinsam mit anderen zu revidieren.
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