Mit einem Nachwort von Michael Burleigh. Mehr noch als Maiers liberales Plädoyer für die Pluralität des Politischen haben seine Beiträge zur Analyse der Politischen Religionen auch internationale Beachtung gefunden. In Aufsätzen, die grundlegend für das Thema geworden sind, spürt Hans Maier den religiösen Deutungsmustern nach, mit denen die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts erklärt worden sind - und macht zugleich deutlich, daß der "Islamismus" nicht vorschnell mit Kommunismus und Faschismus auf eine Stufe gestellt werden darf, weil er - anders als diese - eine wirkliche Religion ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.06.2008
Staunend über die Aktualität einer 50 Jahre alten Dissertation ("Revolution und Kirche") nimmt sich Otto Kallscheuer die ersten beiden Bände von Hans Maiers Gesammelten Schriften vor. Was Maier über die Frühgeschichte der christlichen Demokratie zu sagen hat, scheint ihm noch immer bedeutend, weil es ihm verdeutlicht, dass katholische Volksparteien ein "Spätprodukt" der Geschichte waren und mit der Versöhnung von Papsttum und Demokratie ihre Aufgabe erfüllt haben. An der "heterogenen" Sammlung von kleineren Beiträgen im zweiten Band interessiert Kallscheuer besonders Maiers Standpunkt zur Politisierung der Kirche und zum Totalitarismus. Prädikat: "Historisch aufschlussreich".
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