Die geheimen Aufzeichnungen der Gespräche zwischen Erich Honecker und Leonid Breshnew in den Jahren 1974 bis 1982 gewähren einen exemplarischen Einblick in diese Periode der scheinbaren Stabilität der DDR auf dem Höhepunkt ihrer inneren und äußeren Anerkennung. Die Spitzengespräche werden in diesem Band erstmals zusammenhängend dokumentiert. Sie vermitteln eine einzigartige Innenansicht kommunistischen Machtdenkens, der Beziehungen und des Umgangsstils zwischen KPdSU und SED wie auch zwischen ihren führenden Repräsentanten. Sie zeigen eine Entwicklung auf, die vom Gipfel des Erfolgs der Entspannungspolitik (1975/76) über den zweiten Kalten Krieg (1979) zu politischen und wirtschaftlichen Zerfallserscheinungen (1982/83) führt - die anfängliche Siegesgewissheit schlägt in Krisenmanagement um.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.04.2007
Für Franziska Augstein dokumentiert der Band über die Vier-Augen-Gespräche, die Erich Honecker und Leonid Breschnew zwischen 1974 und 1982 jedes Jahr auf der Krim miteinander führten, nicht nur die Irritationen zwischen den beiden Staatschefs, sondern so manche kuriose Vorstellung der Politiker. In ihrer Kurzkritik lobt sie die Herausgeber Hans-Hermann Hertle und Konrad Jarausch für ihr informatives Vorwort und findet, dass sie darin die Entwicklung der Beziehungen zwischen der DDR und der Sowjetunion in der Zeit nachvollziehbar darstellen.
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