Hannes Werthner

Digitaler Humanismus

Über Digitalisierung und Künstliche Intelligenz
Cover: Digitaler Humanismus
Picus Verlag, Wien 2025
ISBN 9783711721594
Gebunden, 160 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Die Informationstechnologie (IT) verändert uns, unsere Gesellschaft, unsere Welt, von der individuellen Ebene bis hin zu geopolitischen Machtspielen. Sie beeinflusst auch, wie wir die Welt sehen und über sie denken. Dieser Wandel geschah in einer für die Geschichte der Menschheit extrem kurzen Zeitspanne, mit sehr hoher Geschwindigkeit. Und er dauert an - mit Künstlicher Intelligenz als aktuell herausragendem Beispiel. IT hat das Potenzial, zur Lösung der Krisen dieser Welt beizutragen, unsere Welt besser zu machen, gleichzeitig ist sie Teil des Problems (für manche sogar die Ursache). Hannes Werthner thematisiert die fortschreitende Digitalisierung (inklusive Künstliche Intelligenz), beschreibt die enormen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, und analysiert auch deren gravierende Mängel. Sein Konzept des digitalen Humanismus versteht sich als Antwort auf diese Situation und will - neben der Analyse der Wechselwirkung von Mensch und Maschine  - durch aktive Einflussnahme digitale Technologien gestalten und regeln, sodass sie zum Wohl von Mensch und Natur eingesetzt werden.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 10.03.2025

Der emeritierte Informatik-Professor Hannes Werthner hat ein Buch über die "grundstürzenden Transformationen" verfasst, die mit der Digitalisierung einhergehen, hält Kritiker Günter Kaindlstorfer fest. Werthner setzt sich darin für "Digitalen Humanismus" ein, das heißt, für Menschen und Demokratie und gegen Marktmonopole. Sowohl Chancen als auch Gefahren sieht er bei dem Thema zahlreich, erfahren wir. Er wendet sich mit seinem Buch an eine breitere Öffentlichkeit und verzichtet auf zu viele Fachbegriffe, lobt Kaindlstorfer. Dystopische Szenarien, wie die Auslöschung der Menschheit durch KI weist er nicht völlig von sich, erklärt aber, warum er sie nicht für besonders wahrscheinlich hält. Eine enthemmte Forschung und Wirtschaft, wie sie beispielsweise ein Elon Musk vertritt, lehnt er hingegen entschieden ab, so Kaindlstorfer. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie richtig Werthner mit seinen Prognosen liegt, meint der Kritiker, bis dahin bleibt nichts anderes übrig als optimistisch zu sein.

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