Herausgegeben von Norbert Reck Ariadne. Es begann mit einem Artikel zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, dann wurde ein Buchprojekt daraus, um all das zu erfassen, was in Gesprächen und kurzen Artikeln zumeist auf der Strecke bleibt. Auch die Geschichte vor der Deportation, das Leben der Familie Mandel in einem kleinen ungarischen Ort sollte Platz haben, denn jüdisches Leben in Europa hat nicht immer nur Verfolgung und Tod bedeutet. Genauso wenig sollte das Buch mit der Befreiung der Konzentrationslager enden. Es sollte nicht zu dem Missverständnis beitragen, 'danach' habe ganz selbstverständlich das 'normale' Leben wieder begonnen. Der Münchener Theologe Norbert Reck ließ sich von Hanna Mandel die Geschichte/n ihres Lebens erzählen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2008
Als "bewegendes Zeugnis" hat Rezensentin Barbara Distel dieses Buch gelesen, in dem Hanna Mandel im Gespräch mit dem Historiker und Theologen Norbert Reck von ihrem Leben erzählt. Die ungarische Jüdin Mandel ist 1944 von der SS verschleppt worden, überlebt jedoch anders als der Großteil ihrer Familie das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, weil sie, die 17-Jährige, als Zwangsarbeiterin ausgebeutet werden konnte. Mandel überlebt, natürlich tief traumatisiert und lernt erst nach und nach, von den Geschehnissen zu berichten. Auch Hanna Mandels Lebensweg nach Auschwitz hat Distel mit Interesse verfolgt, der sie von Ungarn über Österreich nach Deutschland führte, durch einige unschöne Erlebnisse des neualten Antisemitismus, der Feigheit und des Kleingeists.
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