Gustave Flaubert

Memoiren eines Irren

Roman
Cover: Memoiren eines Irren
Carl Hanser Verlag, München 2021
ISBN 9783446268456
Gebunden, 240 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Elisabeth Edl. Ein junger Bursche beobachtet unter den Sommergästen in Trouville eine Frau, die ihn fasziniert. Als er ihren Bademantel vor der Flut rettet und zurückbringt, verliebt er sich auf der Stelle. Maria jedoch ist zehn Jahre älter als er, hat einen Mann und eine kleine Tochter. Mit ungeheurer Leidenschaft erzählt der junge Flaubert in seinem ersten Roman die eigene Geschichte, die ihn für ein Leben geprägt hat. In der Neuübersetzung von Elisabeth Edl, mit Jugendbriefen und einem Kommentar von Wolfgang Matz, der den biografischen Hintergrund farbig sichtbar macht, sind die "Memoiren eines Irren" das Selbstporträt eines Künstlers als junger Mann, der zu seinem 200. Geburtstag als einer der Größten gefeiert wird.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 29.11.2021

Rezensent Helmut Böttiger ist von dem autobiografischen Prosastück "Memoiren eines Irren" des damals gerade mal 17-jährigen Gustave Flaubert beeindruckt. Flaubert widmete den tagebuchartigen, literarisch ungeformten Text seinem Jugendfreund Alfred Le Poittevin, erzählt der Rezensent. Obwohl es erst nach den ersten vierzig Seiten spannend wird, empfindet Böttiger auch die ersten Seiten als lesenswert und selbstironisch. Die sorgfältige deutsche Übersetzung von Elisabeth Edl ist dem Rezensenten zufolge nicht nur mit einem reichen Kommentarteil ausgestattet, sondern beinhaltet auch eine Sammlung von biografisch erhellenden Jugendbriefen des Autors. Die Übersetzerin arbeite hier sehr genau und dem Original getreu, einzig die manchmal durchscheinende Überkorrektheit findet Böttiger störend.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 18.11.2021

An diesem Buch wird jeder seine Freude haben, versichert Rezensentin Ursula März, der Gelehrte wie der Flaubert-Novize. In dem grad mal 90 Seiten langen frühen Erzählstück ist schon der ganze Flaubert angelegt, erklärt sie: die Liebe zu einer älteren, verheirateten Frau, die Möglichkeit des Ehebruchs, die Geringschätzung gesellschaftlicher Konventionen. Alles kongenial neu übersetzt von Flaubert-Spezialistin Elisabeth Edl, die "selbst zu einer Klassikerin" geworden ist, so die überschwängliche Rezensentin, die auch das Nachwort Edls und den nicht minder brillanten Flaubert-Essay von Wolfgang Matz in den höchsten Tönen lobt. Eine wirklich begeisterte Empfehlung!

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