Gunter Frank

Lizenz zum Essen

Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat als mit dem, was Sie essen
Cover: Lizenz zum Essen
Piper Verlag, München 2008
ISBN 9783492050746
Gebunden, 336 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Alle wollen abnehmen, kaum einer schafft es. Obst essen und Sport treiben, dann purzeln die Kilos? Eher nicht. Was hilft denn wirklich? Darauf kann es nach allem, was Medizin, Ernährungswissenschaft und Psychologie wissen, nur eine Antwort geben: belastenden Stress vermeiden. Nicht das, was wir essen oder wie viel wir essen, hat den größten Einfluss auf unser Gewicht, sondern ganz andere Faktoren: Hormone und Licht, Stress und Sorgen. Weil der Arzt und Ernährungsspezialist Gunter Frank in seiner Praxis jeden Tag den immensen Leidensdruck von eigentlich gesunden, aber mit ihrem Gewicht unzufriedenen Frauen und Männern sieht, hat er dieses revolutionäre Ernährungsbuch geschrieben. Wir müssen Schluss machen mit Verzicht, schlechtem Gewissen und Stress beim Essen, sagt Frank und zeigt: viel mehr als eine ordentliche Portion Rührei mit Speck schadet es, dass kaum noch jemand nach Herzenslust isst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2008

Weitgehend zustimmend äußert sich Rezensentin Friederike Reents über Gunter Franks Buch "Lizenz zum Essen". Sie hält dem Autor, einem Heidelberger Arzt, zugute, die Bedeutung von Stress für unser Gewicht hervorzuheben. Und besonders schädlich sei der Stress, den wir uns mit dem Essen machen. Dagegen plädiere Frank für ein Ende von Normwerten, Nährwerttabellen und ähnlichem. Die Intention von Frank sieht die Rezensentin darin, die Menschen vom schlechten Gewissen und den falschen Vorstellungen rund ums Essen zu befreien. Sie lobt das Buch für seine hohe Anschaulichkeit und bescheinigt dem Autor, nicht nur in medizinisch-psychologischen Zusammenhängen, sondern auch in politisch-gesellschaftlichen zu denken. Anschließen kann sie sich auch seiner Kritik an Politik und Medien, die nicht nachgewiesene Zusammenhänge propagieren - zum Beispiel Fastfood führe automatisch zu Übergewicht. Allerdings scheint ihr Frank bisweilen über das Ziel hinaus zu schießen. Seine Auseinandersetzung mit der Arbeit zahlreicher Wissenschaftler gleicht in ihren Augen einer "Generalabrechnung", die sie für überzogen hält. Außerdem fragt sich die Rezensentin, ob nicht auch Frank sich Fakten und Studien selektiv heraus sucht.
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